von A bis Z
Wissenswertes von A bis Z
![]() | Anamnese |
Im Rahmen der Anamnese (von griech. „Erinnerung“) wird die Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuellen Beschwerden erhoben. Die biographische Anamnese ist darüber hinaus erweitert auf die gesamte Lebensgeschichte des Patienten. Eine sorgfältige Anamneseerhebung schließt biologische, psychische und soziale Aspekte mit ein. Die dabei erhaltenen Einzelinformationen erlauben oftmals Rückschlüsse auf Risikofaktoren und kausale Zusammenhänge. Ein therapeutisches Anliegen ist damit nicht direkt verbunden, wenngleich bereits allein das Reden über die Probleme eine heilsame Wirkung haben kann. Die Anamnese wird im Regelfall vor der medizinischen Untersuchung erhoben, muss jedoch in Notfällen, die eine sofortige Behandlung verlangen, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
Ziel der Anamnese ist die größtmögliche Einschränkung der in Frage kommenden Differentialdiagnosen, vorzugsweise anhand von Leitsymptomen und Ausschlusskriterien. Um eine definitive Diagnose stellen zu können, sind im Anschluss daran meist noch weiterführende Untersuchungen notwendig.
![]() | Diabetischer Fuß |
mehrere, meist gleichzeitig auftretende Symptome, die am Fuß durch Nervenschädigung und Durchblutungsstörungen entstehen können; häufige Symptome sind ein vermindertes Schmerzempfinden, Druckstellen, verschlechterte Wundheilung und Infektionen
![]() | Diabetes mellitus |
Zuckerkrankheit; schwache Insulinwirkung oder Insulinmangel führen zu einer Störung des Glukosestoffwechsels, d. h. zur Überzuckerung des Blutes
![]() | Diabetes Typ 1 (insulinabhängig) |
das eigene Immunsystem zerstört die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Durch Insulinmangel ist ein lebenslanges Spritzen von Insulin notwendig
![]() | Diabetes Typ 2 (nicht insulinabhängig) |
der Körper reagiert nur noch ungenügend auf die körpereigene Insulinausschüttung; Therapie mit Tabletten oder Spritzen von Insulin notwendig
![]() | Hallux valgus |
Der Hallux valgus beschreibt die Schiefstellung der Großzehe im Grundgelenk nach außen hin. Die Sehnen zu den Zehen verlaufen nicht mehr zentral über das Gelenk, sondern weiter innen und ziehen die Zehen in eine schiefe Position. Am dadurch hervortretenden Großzehenballen bilden sich häufig schmerzhafte Entzündungen verursacht durch den Druck des Schuhschafts.
![]() | Knickfuß |
Als Knickfuß bezeichnet man eine krankhafte Fehlstellung des Fußes, bei der der Fuß (oder nur die Ferse) in der sog. "Valgusstellung" steht, d. h. bei Belastung nach innen hin abgeknickt ist.
![]() | Palpation |
Als Palpation (von lateinisch palpare = streicheln) wird in der Medizin das Abtasten der Körperoberfläche oder in Körperöffnungen zur Beurteilung der darunter liegenden Organe oder Körperstrukturen bezeichnet.
Die Palpation zählt wie die Inspektion, die Auskultation und die Perkussion zur körperlichen Untersuchung in der Medizin.
![]() | Plattfuß |
Der Plattfuß (lat. pes planus) ist im Endstadium (kontrakt) eine krankhafte Verformung der Fußknochen, wobei das Fußgewölbe durchgetreten ist und die gesamte Fußfläche auch ohne Belastung auf dem Untergrund aufliegt.
Ursachen für die Entstehung eines Senk- oder Plattfußes sind z. B. eine Schwäche der Sehnen oder Übergewicht. Eine Vorform des Plattfußes ist der Senkfuß, bei dem sich das Längsgewölbe absenkt.
Ein Senkfuß kündigt sich durch starke Fußschmerzen im Bereich der Mittelfußknochen an. Da der Fuß beim Gehen die Schritte nicht mehr abfedern kann, tut jeder Schritt weh. In der Wachstumsphase ist der – dann meist noch lockere – Plattfuß schmerzfrei.
![]() | Senkfuß |
Wenn das Längsgewölbe des Fußes (die Wölbung von der Ferse zum Vorderfußballen) abgeflacht ist, wird dies als Senkfuß bezeichnet. Typisch ist, dass der Fuß eingeknickt ist und der Knöchel auf der Innenseite heraus steht. Von hinten betrachtet, sieht man, dass der Übergang vom Wadenmuskel über die Achillessehne zur Ferse nach außen abknickt. Daher auch die Bezeichnung „Knicksenkfuß“. Der Extremfall liegt vor, wenn die Haut der Fußwölbung komplett am Boden aufliegt - dies wird als Plattfuß bezeichnet.
![]() | Sensomotorik |
Als Sensomotorik (auch Sensumotorik) bezeichnet man das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Leistungen. Damit ist die unmittelbare Steuerung und Kontrolle der Bewegungen von Lebewesen aufgrund von Sinnesrückmeldungen gemeint.
Wahrnehmung des Reizes durch ein Sinnesorgan und motorisches Verhalten stehen in direktem Zusammenhang, diese Prozesse verlaufen parallel, wie z. B. zwischen Auge, Ohr und der gezielten Steuerung von Arm-, Fußbewegungen beim Autofahren. Sensomotorik ist das Zusammenspiel der Sinnessysteme mit den motorischen Systemen.
Die Zusammenhänge von Hirn- und Nervenaktivität, sowie Bewegungsabläufen werden in Disziplinen wie der Neurowissenschaft, aber auch in der Sportwissenschaft untersucht. Der Wiederaufbau von gestörten sensomotorischen Funktionen ist beispielsweise Gegenstand der Ergotherapie und der Physiotherapie. Das Konzept der Sensomotorik dient gleichermaßen der Bewegungsschulung und -verbesserung. Es ist ein natürlicher Vorgang, der in der Prävention und Therapie genutzt werden kann, um Bewegungen und Bewegungsmuster qualitativ besser durchzuführen.
![]() | Spreizfuß |
Unter Spreizfuß wird ein Auseinanderweichen der Knochenstrahlen des Mittelfußes verstanden. Ein "kleines Fußgewölbe" oder "Quergewölbe", das normalerweise im Bereich des Vorderfußballens ausgebildet sein sollte, ist durchgetreten, so dass häufig eine Schwiele unterhalb der Grundgelenke der zweiten und dritten Zehe deutlich in Erscheinung tritt. Anders als das "Längsgewölbe" wird das "Quergewölbe" nicht durch die umgebende Muskulatur aufrecht erhalten, sondern rein durch die statische, tunnelartige Anordnung der Mittelfußknochen.
![]() | Tonus |
Unter Tonus versteht man den Spannungszustand der Muskulatur. In der quergestreiften Muskulatur entsteht er durch abwechselnde Kontraktionen einzelner Muskelfasern, in der glatten Muskulatur durch Dauerkontraktion von Muskelzellen. Die Qualität des Tonus bestimmt sich im Verhältnis zur Schwerkraft. Er muss hoch genug sein, um gegen die Schwerkraft arbeiten zu können, aber niedrig genug, um weiche, gezielte Bewegungen zu ermöglichen.
![]() | Valgusstellung |
Valgusstellung: im Zusammenhang mit Gliedmaßen, z. B. der Beine: Nach außen gekrümmt und/oder gebogen, sogenannte X-Stellung. An den Kniegelenken ergibt das ein X-Bein, die normale X-Stellung von 8 Grad wird überschritten, der laterale Kondylus wird überlastet, im späteren Verlauf kommt es zur Valgus-Gonarthrose.
Coxa valga (Hüftfehlstellung) bedeutet, dass der Schenkelhals zu steil steht, der CCD-Winkel (der Winkel zwischen Hüftkopf, Schenkelhals und Oberschenkelschaft) liegt über 120 Grad. Die Druckauffangzone des Hüftkopfes wird kleiner, das Gelenk ist dann ebenfalls arthrosegefährdet.
Beim Hallux valgus gerät die Großzehe in eine, zum Teil erhebliche Fehlstellung, das Großzehengrundgelenk zeichnet sich als "Ballen" am Fußinnenrand ab, kaum ein Serienschuh passt mehr.
Bei Kindern häufig ist der Knickfuß oder "Pes valgus", das Fersenbein verkippt nach außen, das Sprunggelenk verlagert sich nach innen, das Fußlängsgewölbe flacht ab. Hier ist intensive Physiotherapie zusammen mit korrekt angefertigten Einlagen nötig, um ein weiteres Abrutschen des Fußes zu verhindern.
Im Gegensatz zur Valgusstellung gibt es die Varusstellung.









